Kostenexplosion beim Streaming – wie viel zahlen Haushalte wirklich?

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Streaming war einmal die günstige Alternative zum Kino oder zum Kabelanschluss. Heute aber berichten viele Haushalte von einer Kostenexplosion, die sich durch mehrere Abos im Monat bemerkbar macht. Anbieter wie Netflix, Disney+ oder WOW haben ihre Preise angepasst, neue Dienste wie Paramount+ und Apple TV+ sind hinzugekommen. So stehen Familien und Singles gleichermaßen vor der Frage, wie viel Streaming ihnen tatsächlich wert ist.

Streaming war einmal günstig, inzwischen zahlen viele Haushalte deutlich mehr. Durchschnittlich liegen die Monatskosten 2025 bei rund 28 bis 30 Euro, manche Haushalte zahlen sogar über 40 Euro. Studien von EY, Simon-Kucher, Deloitte und Zattoo zeigen, dass Abonnenten zunehmend überfordert sind, viele kündigen oder wechseln Dienste regelmäßig. Der Markt reagiert mit günstigeren Werbeabos und flexiblen Paketen, doch die Kostenexplosion bleibt spürbar.

treaming war einst die günstige Alternative zum Kino oder Kabelanschluss. Heute berichten viele Haushalte von einer spürbaren Kostenexplosion, die durch mehrere parallele Abos entsteht. Anbieter wie Netflix, Disney+ oder WOW haben ihre Preise erhöht, neue Plattformen wie Paramount+ oder Apple TV+ sind hinzugekommen. Damit stellt sich für Familien und Singles die Frage, wie viel Streaming sie wirklich noch bezahlen wollen.

Die Zahlen sind eindeutig. Laut der Digital Household Study von EY nutzen 76 Prozent der deutschen Haushalte mindestens einen Videostreamingdienst. Fast jeder dritte Haushalt (31 Prozent) denkt bereits über eine Kündigung nach, weil die Kosten steigen. Mehr als die Hälfte der Nutzer (58 Prozent) fühlt sich durch die Vielzahl der Abos überfordert (Quelle: EY, 2025).

Noch deutlicher wird der Trend in der Streaming-Studie 2025 von Simon-Kucher. Dort zeigt sich, dass das durchschnittliche Budget für Streamingdienste von 23 auf 30 Euro gestiegen ist – ein Zuwachs von fast 30 Prozent. Gleichzeitig empfinden rund ein Drittel der Befragten, dass sie zu viel für Streamingangebote ausgeben (Quelle: Simon-Kucher, 2025).

Ein historischer Blick verdeutlicht die Entwicklung. Der Convergence Monitor 2022 der AGF Videoforschung ermittelte, dass Haushalte im Durchschnitt 22 Euro pro Monat für Streaming zahlten. Bereits damals gaben 15,6 Prozent an, mehr als 30 Euro monatlich auszugeben. Heute liegen viele Haushalte mit mehreren Abos deutlich über dieser Schwelle (Quelle: AGF, 2022).

Eine Analyse der Score Media Group bestätigt diese Entwicklung. Demnach zahlen deutsche Haushalte durchschnittlich 41 Euro für Medienabonnements insgesamt – dazu zählen Streaming, Musik und Presse. Video-on-Demand-Haushalte besitzen im Schnitt 2,5 Abos parallel. Das macht Streaming zu einem festen Bestandteil der monatlichen Unterhaltungsausgaben (Quelle: Score Media, 2024).

Auch die Kündigungsbereitschaft steigt. Der TV-Streaming Report 2025 von Zattoo zeigt, dass 17 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr ein Abo aus finanziellen Gründen beendet haben. Weitere 20 Prozent wechselten zu kostenlosen Diensten wie Joyn Free oder zu den Mediatheken von ARD und ZDF. Rund 25 Prozent gaben an, Abos nur noch temporär zu buchen, etwa um eine Serie oder ein Sportevent zu sehen, und diese dann sofort zu kündigen (Quelle: Zattoo, 2025).

Trotz dieser Entwicklung bleibt die Nutzung insgesamt stabil. Die Media Consumer Survey 2024 von Deloitte ergab, dass 64 Prozent der Befragten mindestens ein kostenpflichtiges Abo besitzen – ähnlich wie im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Abos pro Haushalt stieg leicht von 2,2 auf 2,5. Das zeigt: Die Menschen kündigen zwar einzelne Dienste, aber verzichten nicht komplett auf kostenpflichtiges Streaming (Quelle: Deloitte, 2024).

Für die Anbieter wird damit die Preisgestaltung zum kritischen Faktor. Netflix hat ein günstigeres Werbeabo eingeführt, Disney+ experimentiert mit flexiblen Modellen, Amazon baut zusätzliche Bundles. Ziel ist es, den Eindruck zu vermitteln, dass Nutzer ihre Kosten besser kontrollieren können. Tatsächlich bleibt die Summe aber hoch, sobald mehrere Dienste gleichzeitig genutzt werden.

Viele Haushalte reagieren, indem sie Strategien entwickeln. Manche wechseln monatlich zwischen Anbietern, andere teilen sich Abos mit Freunden oder Familienmitgliedern. Besonders verbreitet ist das „Binge-Watching-Modell“: Ein Dienst wird für einen Monat gebucht, die gewünschten Serien werden geballt geschaut und anschließend wird wieder gekündigt. So lassen sich die Monatskosten senken, allerdings erfordert es Planung und Disziplin.

Die Zukunft des Streamingmarktes hängt also nicht nur von den Inhalten ab, sondern zunehmend von der Preisakzeptanz. Exklusive Serien und Sportrechte bleiben ein Lockmittel, doch viele Nutzer wünschen sich weniger Fragmentierung und mehr Übersichtlichkeit. Eine einzige Plattform für alle Inhalte ist jedoch nicht realistisch – der Wettbewerb zwischen den Diensten ist zu stark.

Das Fazit lautet: Die Kostenexplosion im Streaming ist belegt. Haushalte zahlen heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren, und viele empfinden die Ausgaben als Belastung. Wer den Überblick behalten möchte, muss klare Prioritäten setzen: Serienvielfalt, Familieninhalte, Sport oder technische Qualität. Mit einer bewussten Auswahl und der Bereitschaft zum Wechseln lassen sich die Kosten zwar im Rahmen halten, die allgemeine Preisentwicklung bleibt jedoch eine Herausforderung für die kommenden Jahre.

Studien & Zahlen zur Kostenexplosion beim Streaming

EY Digital Household Study 2024/25

  • 76 % der deutschen Haushalte haben mindestens einen Streamingdienst
  • 31 % erwägen eine Kündigung wegen steigender Kosten
  • 58 % fühlen sich von der Abo-Vielfalt überfordert

    👉 Zur Studie bei EY

Simon-Kucher Streaming-Studie 2025

  • Durchschnittliches Budget stieg von 23 € auf 30 € (+30 %)
  • Ein Drittel der Nutzer findet, sie zahlen zu viel für Streaming

    👉 Zur Studie bei Simon-Kucher

AGF Convergence Monitor 2022

  • Durchschnittlich 22 € pro Monat für Streamingdienste
  • 15,6 % der Nutzer zahlten schon damals über 30 €

    👉 Zur Auswertung bei AGF

Score Media Group (2024)

  • Haushalte geben im Schnitt 41 € für Medien-Abos aus (Streaming, Musik, Presse)
  • VoD-Haushalte haben durchschnittlich 2,5 Streaming-Abos

    👉 Zum Bericht bei Meedia

Zattoo TV-Streaming Report 2025

  • 17 % kündigten im letzten Jahr ein Abo aus finanziellen Gründen
  • 20 % wechselten zu kostenlosen Diensten
  • 25 % nutzen Abos nur temporär

    👉 Zum Report bei Zattoo (PDF)

Deloitte Media Consumer Survey 2024

  • 64 % der Befragten nutzen mindestens ein kostenpflichtiges Abo
  • Durchschnittliche Aboanzahl stieg von 2,2 auf 2,5

    👉 Zur Deloitte-Studie (PDF)

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